Geschichte Dr. Jivaka

Geschichte Dr. Jivaka
Dr. Jivaka war nicht nur der Leibarzt des Königs Bimbisara. Er war gleichzeitig der persönliche Arzt Buddhas und Arzt der buddhistischen Mönchsgemeinde (Sangha).Dr. Jivaka, ein Mann der ersten Stunden Buddhas Laienjüngerschar, war nicht nur der Leibarzt des Königs Bimbisara. Er war gleichzeitig der Arzt Buddhas und der buddhistischen Mönchsgemeinde (Sangha) in der Hauptstadt Rajagaha. Da Buddha und seine Mönche während der Monsunregenfälle ihr Wanderleben für mehrere Monate unterbrechen mussten, bedurften sie für diese Zeit der Quartiere. Im Reich des Königs Bimbisara gab es davon allein 18 Stück. Buddha selbst benutzte gerne das Sangha-Quartier Ambavana in der in der Königsstadt Rajagaha, welches ihm Dr. Jivaka zur Verfügung gestellt hatte. Hier empfing Buddha Mönche und Pilger, Rat Suchende sowohl als auch konkurrierende Mönche. Viele Menschen sollen sich Buddha angeschlossen haben, allein um sich der kostenlosen medizinischen Fürsorge Dr. Jivakas für die Mönche erfreuen zu können, sodass ihre Zahl gar problematisch für die Sangha wurde. Im Pali-Kanon, den heiligen Schriften des Buddhismus, die auf Palmenblättern im ersten Jahrhundert vor Christi Geburt aufgezeichnet wurden, wird Dr. Jivaka wiederholt erwähnt. Er wird dort als ‚Vater der Medizin‘ bezeichnet. Bimbisara schickte ihn nach Benares, um dort den Sohn des Schatzmeisters zu behandeln. Auch zu Candappajjota, dem König von Ujjení schickte Bimbisara Jivaka, um ihn zu heilen. Dr. Jivaka war also nicht nur der Leibarzt eines einzelnen Königs, sondern wurde aufgrund seiner Künste auch anderen hohen Personen dienstbar. Eine der Geschichten des Palikanon beschreibt den Großkönig Ajatasattu, den Sohn König Bimbisaras, der eines Tages seinen Hofstaat fragte, welchen Weisen, Mönch oder Priester er anhören solle, um sich zu erfreuen und inspirieren zu lassen. Von allen Anwesenden machte allein Dr. Jivaka keinen Vorschlag. Auf Befragen Ajatasattus hin teilte Dr. Jivaka diesem mit, dass gerade Buddha mit 1350 Mönchen in seinem Mangogarten weile. So entschloss sich der König zu einem Besuch Buddhas im Garten Jivakas. So verhalf Jivaka der buddhistischen Lehre zu erhöhter Aufmerksamkeit beim Königshaus.